Ergebnisse der DB-Dialogveranstaltung am 14.06.21

Am 14.06.21 fand der DB-Dialog zum Standort Altenfurt-Fischbach statt, bei welchem die DB klar machte, dass sie AlFi definitiv ins Raumordnungsverfahren bringen wird. Um das ganze noch zu toppen, wurde eine neue (und die “einzig mögliche”) Werksvariante vorgestellt, welche für die Anwohner von Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn noch schlimmer ist, als die vorherigen Varianten. Denn bei dieser neuen Variante finden alle Werkshallen ausschließlich neben der Wohnbebauung Platz, inklusive des durch die DB angedachten Bereichs für die Huptests. Dieser soll zwar mit Lärmschutzwänden eingehäust werden, aber wer ein wenig Physik versteht weiß, dass der nach oben geleitete Schall auch irgendwann/irgendwo wieder nach unten fällt. 
Da kommt die Demo am 26.06.21 genau zur richtigen Zeit, um der DB und der Politik zu zeigen, dass unser Widerstand und unser Unmut nicht verebbt – wie von der DB vermutlich erhofft – sondern weiter wächst! Erscheint zahlreich, denn es gibt diesmal keine Teilnehmergrenze mehr!

Auf der Karte ist die neue Werksvariante der DB zu sehen, inklusive des angedachten Bereichs für die Huptests. Per Klick kann man die Karte vergrößern.

Kartenausschnitt: Google Maps, bearbeitet von Lena Pietzuch

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Rolf
    Hallo, ich wohne zwar in Burgthann, bin aber Unterstützer eurer Initiative. So bin ich nicht nur gegen einen Bau eines Werks vor unserer Haustür bei Schwarzenbruck oder Ezelsdorf, sondern auch gegen diein der Veranstaltung besprochene Option Fischbach/Altenfurt. Jeder der vorgeschlagenen Standorte im Südosten von Nürnberg würde dringend benötigte Waldfläche vernichten und eine unvorstellbare Lärm- und Lichtverschmutzung für die Anwohner mit sich bringen. Als Teilnehmer der Veranstaltung (von der Du hier berichtest) habe ich natürlich die ganzen Fragen der Teilnehmer gelesen und mich gewundert, dass einige falsch beantwortet wurden. So wurde das Werk in Köln angeführt – und dass dort die Bahn bestehende Vorgaben bzgl. Lärm einhält. Wenn man aber dem WDR glauben kann, dann sind die dB-Werte nachts zwischen 40 und 70 dB. Das ist unverantwortlich und würde die Anwohner rund um das Werk längerfristig in den Wahnsinn treiben. Eine zentrale Frage bleibt: weshalb zerschneidet die DB ein Ballungsgebiet Nürnberg mit “Vororten”, so dass es für die Menschen nicht mehr verwendbar ist? Stattdessen sollte doch die Bahn die vorhandenen eigenen Industriebrachen nehmen. Gestern gab es eine Info-Veranstaltung der Bahn in Schwarzenbruck. Die Präsenz und der Lärm von “Widerwilligen” bei Ankunft des Hr. Burmeister hat die Bahnvertreter sicher beeindruckt. Es war auch hilfreich, dass ein Pressevertreter vor Ort war. Es zeigte sich gestern mal wieder, dass man nur gemeinsam Eindruck machen kann. Mit gegenseitiger Unterstützung / Vernetzung der einzelnen Initiativen kann vielleicht noch mehr erreicht werden. Ich hoffe und wünsche, dass euer Engagement und eure Arbeit erfolgreich ist und ihr noch mehr Bürger für oder besser gegen dieses Projekt gewinnen könnt. Die Bahn soll endlich das Gehirn einschalten und das Werk an einem umwelt- und menschenverträglichen Standort planen!!!
    1. Reiner Schmid
      Wenn man aus der im Dia-log vorgestellten Metrolpolkarte rund um Nürnberg ersehen konnte, hat man sich anscheinend bei der DB viel Mühe gemacht, Standorte zu finden. Bei allen Grünflächen, die irgendwie längs/quer der Bahnlinien verlaufen, hat man “blaue Kärtchen” draufgeklebt, die dem ICE-Werk maßstabsgetreu entsprechen sollen. Da hat man seitens der DB beim Einkleben (= Untersuchung der Standorte) viel Aufwand betrieben, vom Kleben kann man sich ja auch die Finger schmutzig machen. Die betroffenen Menschen und deren direkte Um-Welt interessieren ja die DB einen Dreck, siehe Köln-Nippes. Von der Art wie DB mit Menschen und gewachsener Natur umgeht, fühle ich mich mit allen genannten Standorten solidarisch, Rolf!

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